Wie kriege ich meine Wut in den Griff, auch, wenn ich Recht habe?

Du kennst das.

Wir kennen das alle.

So richtig stinkesauer war ich das letzte Mal am 2. Weihnachtsfeiertag (Oh – ist ja noch gar nicht lang her).

Schwiegermutter konnte nicht aufhören auf mir rumzuhacken – und weil ich der kleinen Sophia nicht ihr erstes richtiges Weihnachtsfest durch einen blöden Streit mit ihrer Oma versauen wollte, hab ich geschwiegen.

Das ging tagelang so. Die ganze Dauer unseres Besuchs in Niedersachsen.

DAS war ne Herausforderung, kann ich dir sagen.

Aber offenbar wächst man wirklich an seinen Aufgaben.

Leider hing mir das ganze Spektakel fast drei Wochen energetisch an – und mein Kehlchakra zu klären war dann die nächste Herausforderung.

Nur gut,  dass es nicht zu einer Wiederholung kommen wird.

Das hat mich aufrecht erhalten. Ich fahre da nie wieder hin.

An besagtem zweiten Weihnachtstag ist es nämlich eskaliert. Sie hat mich zwar nicht angebrüllt, aber ich bin aufgestanden und einfach raus. In den Regen. Durch die umliegenden matschigen Felder. Fast ne Stunde lang.

Und da hab ich wirklich was gelernt.

Der Transformationsletter ist der Newsletter von Jasmin Volck und bringt dir wöchentliche Inspiriation für dein Seelenworkout in dein Postfach

 

5 Schritte zur Wutlosigkeit

1. Schaffe Distanz zwischen dir und der Person/Situation

Und zwar am Besten räumlich. Fahr heim. Geh raus. Schaff Platz zwischen euch. Das hilft dir dabei, die Situation mit etwas Abstand zu betrachten. Natürlich kannst du auch mitten im Geschehen bleiben – versuche dann einfach, innerlich einen Schritt zurück zu treten (das ist die deutlich anspruchsvollere Variante).

2. Was ist passiert?

Schon klar, ihr habt euch gestritten. Oder du bist in eine Situation reingeraten, die dich wirklich wütend werden lässt. Aber es ist egal, ob du recht hast oder nicht. Jetzt ist die Wut erst mal da. Sie will erlebt werden. Und das hat nen Grund.

WAS GENAU hat dich also wütend werden lassen? Welche Aussage? Welches Verhalten? Welcher Zusammenhang war der Trigger, also der Auslöser für deine Wut?

Betrachte die Situation analytisch und wertfrei (letzteres ist ganz besonders wichtig)

3. Warum der Trigger?

Wenn wir wütend werden – selbst aus der Distanz – sind wir nicht mehr unbeteiligt.

Wir sind irgendwie involviert.

Wir nehmen Teil.

Wir beteiligen uns an etwas.

Und in der Regel ist das keine bewusste Entscheidung.

Umso wichtiger ist es aber, dass du dir klar machst, weshalb du plötzlich involviert bist und weshalb die Person oder die Situation diese Gefühle in dir auslöst.

Das ist der wichtigste Schritt in diesem Erkenntnisprozess – und Erkenntnis ist DIE Wunderwaffe gegen negative Prozesse im Außen. Weil wir durch diese Prozesse etwas lernen. Über uns selbst.

Wir können negative Situationen auflösen, indem wir erkennen, WARUM wir sie als negativ empfinden.

Geh also (schriftlich oder in Gedanken) die Sitution einmal durch. Was hat die Wut ausgelöst? Hast du dich hilflos gefühlt? Missachtet? Übergangen? Hintergangen? Belogen? Betrogen? Bloßgestellt? Oder war es noch etwas ganz anderes?

Hierbei ist es wichtig, dass du ganz ehrlich zu dir selbst bist. UND dass du NICHT bewertest. Es geht nicht darum, dass du dich aus gutem Grund so-und-so gefühlt hast. Es geht nur darum, WIE du dich gefühlt hast.

4. Durchbrich die Negativspirale

Wir alle machen so unsere Erfahrungen. Jeden Tag auf’s Neue. Mal gute, mal schlechte – und alle gehören zum Leben dazu.

Vielleicht könnte man hier wirklich sagen „Der Mensch ist die Summe seiner Erfahrungen“.

Wenn wir nämlich in einer Situation oder wegen einer Person wütend werden, dann hat das erst mal rein gar nichts damit zu tun, dass die andere Partei genau das in uns auslösen wollte (und selbst wenn das doch der Fall ist, lass das einfach mal außen vor).

Es geht nur darum, dass wir uns in einen wirklich schlechten Moment hineinversetzt fühlen. Zurückversetzt in eine Situation, in dir wir WIRKLICH eine negative Erfahrung machen mussten.

Und das muss übrigens nicht zwangsläufig nur die aktuelle Inkarnation betreffen…

Es geht also nur um dich. Um deinen Erfahrungsschatz.

Warum hast du gefühlt, was du gefühlt hast? Woran hat dich dieser Moment erinnert?

5. Lass deine Wut los

In dem Moment, indem du das erkennst, nimmst du deine Gefühle an – und kannst sie loslassen.

Das Schöne: Das Loslassen passiert von ganz allein.

Du erkennst, dass es eine Projektion ist – und dass es eigentlich nicht das Hier und Jetzt ist, das dich so wütend macht.

Du merkst, wie dieser Knoten im Magenbereich sich auflöst.

Weil du dir klargemacht hast, dass dein Wütendwerden allein an dir liegt.

Es mag hart klingen, aber ja: Eigentlich ist Wut immer das Problem des Wütenden.

Sie hilft uns dabei, Prozesse zu erkennen und offenbar offene Situationen abzuschließen. Und zwar indem wir diese Situationen akzeptieren.

Wenn dir das aber irgendwie trotzdem nicht gelingen will, kann das zwei Gründe haben:

1. Du stößt auf einen offensichtlichen, limitierenden Glaubenssatz, den du erst noch auflösen solltest. Irgendwas wie „Ich muss ja aber…“ oder „Ich kann doch nicht…“ oder irgendwas in der Richtung. Irgendein Satz, eine negative Affirmation, die dir durch dein Umfeld eingetrichtert wurde (keine Bange, das passiert uns allen. Ständig), und die du erst auflösen musst.

 

2. Du stößt auf einen versteckten Glaubenssatz. Die sitzen in der Regel ganz schön tief. Und da ran zu kommen ist ganz schön schwierig. Hier kannst du dein inneres Kind zu Rate ziehen.

Ich habe dazu eine wirklich bahnbrechende Methode entwickelt: CoTIC („Consulting the Inner Child“)die lernst du in der GLAMSPIRICADEMY, wenn du magst.

 

Wenn du also das nächste Mal wütend bist, halte dich nicht krampfhaft an Recht oder Unrecht fest. Schau einfach mal, was die Wut MIT DIR macht – und warum. Denn natürlich sind Gefühle zu was nütze. Sie helfen uns dabei, zu lernen und uns weiter zu entwickeln.

Am Anfang mag das ein bisschen Arbeit sein. Aber je öfter du dich dabei selbst beobachtest, umso schneller geht das ganz von allein. Je mehr das von allein geht, je weniger regst du dich überhaupt erst auf.

Und irgendwann sind wir dann alle einfach nur noch totaaal tiefenentspannt.

Das wird herrlich!

 

 

PS: Eine wichtige Anmerkung muss ich noch machen:

Wut ist total okay. Wenn du aber merkst, dass es abgrundtiefer, alles verschlingender Zorn ist, der dich kontrolliert und der ausgelöst wird, sobald auch nur ein Vögelchen in deine Richtung piept: Deine Probleme sitzen sicher sehr viel tiefer. Vielleicht liegt hier sogar ein Kindheitstrauma vor und ich möchte dir dringend raten, dir von einem Profi helfen zu lassen.

Ist dann nochmal mehr Arbeit. Aber es wird deine Lebensqualität enorm steigern.

 

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