Die erschreckenden Auswirkungen unserer früheren Leben auf unser heutiges Sexleben

Ich hab vorgestern „mal kurz“ mit meiner Freundin telefoniert.

Und „mal kurz“ waren da irgendwie plötzlich zwei volle Stunden (kennst du vielleicht 😉 ).

Wir kamen – NATÜRLICH – vom Hölzchen aufs Stöckchen, und irgendwie landeten wir da auch beim Thema Sex.

Klar, bei mir war laaaaange Jahre wirklich der Wurm drin.

Und frisch verliebt, wie ich aktuell bin, mache ich da gerade wirklich ein paar ganz neue Erfahrungen.

Und zwar SO neu, dass sich sogar mein Körper umstellt. Echt gigantisch.

Das ist wirklich spannend, und ich finde es sehr interessant, diese Entwicklung zu beobachten. Denn es ist das erste Mal, dass ich wirklich ICH bin.

Nicht nur, weil ich medial arbeite.

Oder weil ich jetzt ja superspirituell bin.

Oder weil ich weiß, dass ich über 13.000 Jahre alt bin.

Ich bin ICH, weil ich endlich gelernt habe, dass meine Bedürfnisse und Grenzen zählen. Und das klingt jetzt vielleicht erst mal komisch und etwas banal, aber tatsächlich war das ein RIESENSCHRITT.

Wenn man nämlich seit dem 3. Lebensjahr vom eigenen Vater sexuell missbraucht wird, lernt man sehr schnell, dass die eigenen Bedürfnisse NICHT zählen.

Mit vier Jahren hatte ich gelernt, dass es mir nichts hilft, wenn ich weine, weil ich „das“ nicht tun will – es verzögert es nur nach hinten.

Er hat mich in Sicherheit gewiegt und getröstet, bis ich mich beruhigt hatte. Und als ich dann ruhig war, schritt er eben doch zur Tat.

Kein Wunder, dass ich ein absoluter Profi im Gefühle unterdrücken wurde.

Das hatte halt blöderweise den traurigen Nebeneffekt, dass ich fortan darauf geeicht war, dem Sexpartner zu gefallen.

Eigene Wünsche und Bedürfnisse? Vollkommen überbewertet.

Aber das ist ja jetzt zum Glück passé – und so langsam wächst in mir die Begeisterung für diese schönste Nebensache der Welt.

Für mich ist das „ich selbst sein“ eine absolute Offenbarung.

Und das in absolut ALLEN Bereichen meines Lebens.

Ich hätte nie gedacht, dass es sich so gut anfühlen könnte, den eigenen Kopf durchzusetzen und dabei KEIN schlechtes Gewissen zu haben.

Heute feiere ich das einfach nur. Whohoooo – Kopf durchgesetzt!

Wieso hat das Kollektiv der Frauen immer und immer wieder die gleichen Selbsterlebenshemmungen?

Jetzt ist das natürlich „nur“ eine Sicht der Dinge. Nämlich meine.

Und auch, wenn ich immer wieder gerne darauf hinweise (und zwar am liebsten mit hocherhobenem Zeigefinger), dass die Dunkelziffer der sexuell missbrauchten Frauen gigantisch ist (sie können sich halt selbst nicht daran erinnern), ist es schon auffällig, dass wir Frauen im Kollektiv irgendwie immernoch an den gleichen Problemen zu knabbern haben.

Und ich bin mir wirklich sicher, dass es nicht daran liegt, dass hier  jede einzelne Frau missbraucht wurde.

Soll heißen: Sexueller Missbrauch allein erklärt irgendwie dann doch nicht, warum wir Frauen allgemeinhin ein riesiges Traraaa rund um das Thema Sex machen.

Bei aller Emanzipation ist es nämlich immernoch so (und das weiß ich eben aus unzähligen Readings, bei denen auch dieses Thema zur Sprache kam), dass wenn wir Sex haben, es nicht um uns und unser Lustempfinden geht.

Es geht um Performance.

Es geht um „gut sein“.

Es geht um „dem anderen gefallen“ – was natürlich ganz große Kacke ist, wenn da auch noch die Körperselbstzweifel mit reinspielen.

Es geht ums Außen.

Der Transformationsletter ist der Newsletter von Jasmin Volck und bringt dir wöchentliche Inspiriation für dein Seelenworkout in dein Postfach

Manchmal geht es sogar um Einkaufslisten (ehrlich Mädels: Was für ne Verschwendung!).

Weil wir einfach nicht auf das hören, was wir wollen und brauchen.

Weil wir uns nicht gestatten, einfach nur zu sein und zu spüren.

Weil wir vielleicht keine Ahnung haben, WAS es eigentlich ist, dass uns wirklich gefällt.

Weil es nie um uns ging.

Es ging immer darum, den Akt irgendwie hinter sich zu bringen und dabei eine gute Figur zu machen.

Und ja, ich weiß wie das ist.

ABER: Weil ich weiß, wie absolut atemberaubend es sein kann, wenn du ganz bei dir und einfach nur du bist, muss ich dir sagen: Es ist wirklich, also so WIRKLICH allerhöchste Eisenbahn, dass du dir selbst einen Gefallen tust, und endlich deinen Fokus nur auf dich legst.

Und zwar ganz besonders dann, wenn du mit deinem Partner durch die Laken turnst.

Jetzt lautet aber natürlich die Frage: Wenn eben nicht jede einzelne Frau mit diesen Selbsterlebenshemmungen sexuellen Missbrauch erdulden musste – woher kommt dieser Unsinn (also die Hemmungen) dann?

Das kollektive WAS?

Das kollektive Bewusstsein.

Ich denke ernsthaft, dass das etwas ist, das uns weit mehr und weit stärker beeinflusst, als uns das bisher wirklich klar ist.

Und ich glaube auch, dass da sehr viel mehr hintersteckt, als bisher von den namensgebenden Psychologen herausgestrichen wurde.

Karl Gustav Jung, quasi Begründer dieser Idee, meinte mit dem kollektiven Bewusstsein – oder genauer gesagt dem „kollektiven Unbewussten“ – ein unbewusstes Wissen der Menschheit, über das wir alle von Geburt an verfügen.

Es ist nach Jung also ein Sammelsurium an Wissen und Erfahrungen, die unsere Vorfahren, und nicht wir persönlich, gemacht haben.

Andere psychologische Theorien definieren das kollektive Bewusstsein eher als eine Art Gedächtnis, in dem durch Tradition und Überlieferung, durch Erinnerung an Historisches, die nicht selbst erlebten Erfahrungen abrufbar werden.

Aus der „spirituellen Ecke“ rührt die Idee her, dass das kollektive Bewusstsein nichts anderes als die Akasha ist. Die Akasha ist das uns umgebende Energiefeld, und ja, darin werden alle Informationen aller Ereignisse gespeichert.

Aber erklärt das wirklich, warum manche Erlebnisse, vermeintliche Fakten und langgehegte Glaubenssätze so tief in uns eingebrannt haben, dass sie unser Leben derart nachhaltig negativ beeinflussen?

Im Fall der Akasha glaube ich das ehrlich gesagt nicht – sonst bräuchte es schließlich nicht einer besonderen Vorbereitung auf den Zugang zu diesen Informationen.

Ich glaube ehrlich gesagt, dass es sehr viel einfacher ist.

Und ja, ein wenig geht es tatsächlich in die Richtung „Erlebnisse unserer Vorfahren“.

Obwohl es sich dabei gar nicht wirklich um unsere Vorfahren handelt, sondern um uns selbst.

Was ich meine, ist schnell erklärt: Wir alle leben bereits seit Jahrhunderten. Oder zumindest seit deutlich längerer Zeit, als uns im Hier und Jetzt bewusst ist.

Und ja, glaub es oder nicht, aber unsere früheren Leben haben noch immer einen sehr starken Einfluss auf uns.

Einschneidende Erfahrungen können sich noch heute besonders positiv oder besonders negativ auf unser Verhalten auswirken, und manchmal geht es sogar so weit, dass man nicht nur Narben aus früheren Leben mit herüber nimmt, sondern auch den physischen Schmerz.

Was glaubst du also passiert mit Glaubenssätzen (oder treffender gesagt: VORSCHRIFTEN) die wir Leben um Leben um Leben eingebläut bekommen?

Ich mein, wenn schon eine „einfache Schussverletzung“ eines einzigen Lebens eine Narbe zurücklassen kann – was passiert wohl mit Denkmustern, die uns JAHRHUNDERTE eingepflanzt wurden?

Das gilt übrigens für Männer wie für Frauen gleichermaßen.

Denn: Auch wenn die Konsequenzen für die Geschlechter jeweils unterschiedlich waren (man könnte auch so weit gehen, zu behaupten, dass es für das männliche Geschlecht keine Konsequenzen gab), waren wir doch mit derselben Problematik konfrontiert.

Und wenn wir jetzt noch einen Schritt weitergehen, indem ich dich daran erinnere, wie verflucht hartnickig sich noch die oberflächlichsten Glaubenssätze halten können, die wir uns „nur“ in der aktuellen Inkarnation aufgehalst haben –

Ja, ich denke, du weißt, worauf ich hinaus will.

Das vermeintliche „Wissen“, diese Glaubenssätze aus all unseren früheren Leben, unsere Erfahrungen und Erlebnisse, das ist das, was man als „kollektives Bewusstsein“ bezeichnet.

Es ist Wissen aus Jahrhunderten, die wir selbst durchlebt haben.

Es ist Wissen, das wir in der Regel nicht bewusst abrufen können.

Nur ist dieses Wissen blöderweise gespikt mit Unwahrheiten und Unsinn – die wir noch heute als wahr annehmen.

Der Grund für so viel Frust im Bett

bett 1

Vermutlich weißt du mittlerweile, in welche Richtung meine Argumentation geht:

Die Jahrhunderte der Anti-Lust-Indoktrinierung haben einfach ihre Spuren hinterlassen – und wirken mit aller Macht nach.

Es sind die Nachwehen des Unsinns, der durch frauenverachtende Kirchenväter wie Augustinus von Hippo Einzug in unser Bewusstsein hielt.

Dass wir Frauen Schuld seien am Sündenfall.

Dass wir Schwach seien.

Dass wir nur Lust empfinden können und dürfen, wenn wir Huren sind.

Dass es sich für eine gute Hausfrau nicht schickt, Spaß am Sex zu haben.

Dass wir unserem Ehemann untertan sein müssen.

Dass wir ihm auch dann gefügig sein müssen, wenn wir eigentlich gar keine Lust haben.

Dass es „nicht seine Schuld“ ist, wenn er uns schlägt.

Dass wir uns schämen müssen, wenn wir doch mal Lust empfinden.

Dass es vor allem darum geht, dass es IHM gefällt.

Dass wir im besten Falle gut performen, um ihn zu zähmen (damals bedeutete das wohl sowas wie „je zufriedener im Bett, umso weniger Schläge“).

Dass Sex nur und einzig und allein der Fortpflanzung dient (vielleicht wäre das übrigens auch eine gute Erklärung dafür, warum viel zu viele Menschen die Sache mit der Verhütung ständig versemmeln).

Dass es okay ist, wenn der Mann herumhurt, aber nicht, wenn die Frau das tut.

Dass wir alles mögliche „können“ müssen, um gut im Bett zu sein.

Dass wir uns immer und immer wieder zu Handlungen breit schlagen lasen, die uns eigentlich zuwider sind.

UND: Dass es vollkommen verständlich ist, wenn der Mann fremd geht.

Vermutlich kann die Liste noch um so einige Punkte fortgeführt werden.

Fakt ist jedenfalls, dass uns in dem einen oder anderen Leben GENAU DAS als Alltag vorgelebt wurde.

Wir haben uns nach diesen Richtlinien ausgerichtet, und zwar egal, ob wir in den entsprechenden Inkarnationen Männer oder Frauen waren.

Diese gesellschaftlichen Normen, denen wir jahrhundertelang ausgesetzt waren, haben es geschafft, sich wirklich tief in uns einzunisten.

Sie haben sich eingegraben und sich verankert.

Und aus diesem Grund fällt es uns Frauen noch heute so unsagbar schwer, in der Liebe einfach mal vorbehaltlos zu vertrauen und vollkommen blind den Akt zu genießen, der eigentlich dazu gedacht ist, beiden Partnern unendlich viel Freude zu bereiten.

 

Wie kannst du dich aus dieser Denke lösen und endlich anfangen, dich, deinen Körper, deinen Sex zu feiern?

bett 2

Ich finde ja, dass im Grunde immer alles mit der Selbsterkenntnis steht und fällt.

Ich kann dir hier wirklich furchtbar viel erzählen – wenn das, worauf ich hinaus will, nicht auch AUS DIR SELBST kommt, ist dir wenig geholfen.

Als erstes würde ich dir also vorschlagen, dass du all die Informationen erst mal verdaust.

Denk mal drüber nach. Vielleicht möchtest du sogar darüber meditieren?

Und dann kannst du dich daran machen, die Glaubenssätze, die dich genau hier blockieren, aufzuspüren und umzuprogrammieren.

In der SPIRITQUEEN Mastermind, einer ziemlich tollen (kostenlosen) Community, die ich hoste, habe ich genau zu diesem Zweck ein paar Tools hochgeladen – sozusagen ein Mini-Videokurs zum Blockaden lösen.

Wichtig ist auf jeden Fall, dass du dir klar machst, dass all der „ich-muss-ja-gefallen“-Quatsch in deinem Hier und Jetzt nichts zu suchen hat.

Und wenn du grad dabei bist, denk doch auch mal über Männer und Vertrauen nach.

Ich vertrete nämlich mittlerweile den Standpunkt, dass VERTRAUEN der Schlüssel ist, durch den es richtig gut wird.

Das Problem ist nur, dass wir in den allermeisten Fällen von Haus aus erst mal das Schlechteste von den Männern erwarten.

Klar gibt es ne Menge A****löcher da draußen – aber mal ganz ehrlich, Ladies: Aus Männersicht gilt das für uns Frauen genau so.

Weiß ich zufällig aus den wenigen Readings, für die mich auch die Männer gebucht haben.

Tatsächlich lässt sich doch auch diese grundsätzlich negative Erwartungshaltung und all das Misstrauen durch deine Erfahrungen in den früheren Leben erklären.

Vielleicht warst du ja selbst mal ein richtiger Schweinehund?

Oder aber dir wurde von deinem Ehemann oder deinem Vater oder deinem Bruder oder irgendeinem anderen Mann wirklich übel mitgespielt.

Das ist sogar alles andere als unwahrscheinlich.

Du solltest das aber nicht deinen Begegnungen im Hier und Jetzt anlasten.

Natürlich will ich dich damit nicht dazu aufrufen, jedem dahergelaufenen Deppen blindlings zu vertrauen.

Aber ich will dich dazu anregen, in Zukunft abzuwägen und den Ursprung zu hinterfragen.

Hinterfrage dich mal selbst, weshalb du das Gefühl hast, im Bett „funktionieren“ zu müssen. Denn das dich DAS vom Spaß abhält, ist wohl keine Frage.

Vertraue dir. Vertraue deiner Intuition. Vertraue dir, dass du spürst, wem du vertrauen kannst.

Und dann: Lass dich einfach darauf ein.

Lass dich nicht länger von dem gängeln und klein halten und einschränken, was dir in anderen Jahrhunderten passiert ist.

Auch das kann es nämlich meinen, wenn man zu dir sagt: „fokussiere dich auf das Hier und Jetzt!“.

 

join the party!

 

Sharing is Caring: Teile den Artikel mit den Menschen, die dir wichtig sind

Hast du Fragen, Anregungen oder willst du deine Erfahrungen mit uns teilen? Ich freu mich drauf von dir zu lesen:

Diese Website verwendet Akismet, um Spam zu reduzieren. Erfahre mehr darüber, wie deine Kommentardaten verarbeitet werden.