Darf ich einen Ausgleich für meine Gabe verlangen?

ODER: Warum du deinen Kunden keinen Gefallen tust, wenn du deine Readings verschenkst

Ich will ehrlich zu dir sein (ich bin nämlich ein großer Fan von Ehrlichkeit): Ich hab genau das Gleiche gemacht, wie du vermutlich auch derzeit. Und ja, vor allem am Anfang fiel es mir schwer, einen Ausgleich für meine Readings zu erheben – ich hatte Schiss, nicht gut genug zu sein und den Ansprüchen meiner Anrufer nicht zu genügen.

Ich hatte Angst davor, etwas Falsches zu deuten. Und ich hatte Angst davor, die Menschen zu enttäuschen. Und da dachte ich mir: Wenn sie nachher enttäuscht sind, dann tut das bei einer kleinen Summe wenigstens nicht so weh…

Natürlich ist allein das ein – für Unternehmerinnen! – vollkommen unsinniger Ansatz. Denn auch wenn mir die Zufriedenheit meiner Kunden wichtig ist (und auch hier wäre ich eine schlechte Unternehmerin, wenn dem nicht so wäre), wurde mir eines sehr schnell klar: Wenn ich wirklich ein einträgliches Beraterbusiness auf die Beine stellen wollte, hatte ich mit der „Unzufriedenheitsvermeidung“ das Pferd irgendwie von der falschen Seite aufgezäumt.

Ich habe nämlich eines begriffen: Die Höhe des Ausgleichs bestimmte tatsächlich, wie zufrieden meine Kunden waren – aber nicht so, wie ich gedacht hatte. Was nämlich fast schon absurd ist: Je höher ich den Stundensatz für die Beratung angesetzt habe, desto zufriedener waren meine Kunden. Und das lag nicht etwa an mir, meinem Können oder an dem, was ich gesehen habe.

 

Das Zauberwort lautet hier: WERTSCHÄTZUNG!

Und weil ich ja gerne ehrlich bin: Diese Erkenntnis stammt nicht von mir. Ich bin selbst ein großer Fan davon, mich durch Onlinecoachings weiterzuentwickeln und mir stetig neuen Input zu holen. Und genau das, was ich gerade geschrieben habe, habe ich zuvor schon oft gelesen.

Und ich konnte es nicht glauben. Ich dachte, dass doch all die spirituell interessierten Lösungsfinder anders wären. Wie sich aber herausstellen sollte, sind auch dies „nur“ Menschen, und sie ticken so wie alle anderen auch.

Was ich nämlich beobachten konnte, war Folgendes: Natürlich habe ich mit wachsendem Selbstbewusstsein (immerhin hatte ich ja zwischenzeitlich bei einigen Menschen richtig was bewegt) irgendwann auch meine Preise erhöht.

Und weißt du, was komisch war? Die Diskussionen darum, ob ich denn auch alles richtig deute, blieben aus. Ich musste meinem Geld nicht mehr hinterher rennen (so manchen Ausgleich habe ich nie erhalten, und da ging es um 10 oder 15 Euro).

Ich wurde ernst genommen. Man nahm sich meinen Rat zu Herzen. Man hat die Informationen angehört und sacken lassen, und nicht aus Wut und Verzweiflung einfach abgeschmettert. Das Reading sollte ja schließlich helfen und etwas bewirken. Meine Fragesteller waren plötzlich durchweg aufmerksame Zuhörer, die nicht mehr nur das hören wollten, was ihnen passte. Sie wollten hören, was ihnen half.

Immerhin hatten sie ja genau DAFÜR investiert. Es ging um konstruktive und praktisch umsetzbare Lösungsansätze, Konfliktbewältigung und den Status Quo.

Ich mein, natürlich war das auch schon vorher der Fall. Aber erst, nachdem der Ausgleich wirklich als ein Gegenwert in angemessener Höhe angesehen wurde, wurde das auch von meinen Anrufern genau so wahrgenommen.

Und genau DAS ist der Grund, warum du deinen Kunden wirklich KEINEN Gefallen tust, wenn du deine Readings herschenkst – auch nicht, wenn du sie nur „fast verschenkst“. Das führt nämlich nur dazu, dass die Fragesteller sich zwar anhören, was du zu sagen hast, aber es nicht wertschätzen.

Zumindest nicht in dem Maße, in dem es ihnen wirklich helfen würde.

Und das hat zwei Gründe: Zum einen ist der Gegenwert des Ausgleichs zu gering. Das bedeutet, wenn sie nicht durch eine gewisse Höhe des Ausgleichs „gezwungen“ werden, dich und deine Arbeit wertzuschätzen, tun sie das auch nicht.

Was nichts kostet, ist auch nichts.

Dieser blöde Spruch wird sich ja nicht umsonst verbreitet haben. Das bedeutet für deine Kunden, wenn sie „nur“ einen geringen oder gar keinen Ausgleich geben (und ich meine hier nicht unbedingt nur Geld), dann fühlen sie nicht, dass sie deine Arbeit wertschätzen. Es kommt irgendwie nicht recht an.

Der zweite Grund ist ebenso simpel wie verständlich: Wenn du dich – aus welchem Grund auch immer – dazu entschließt, deine Gaben herzuschenken oder nur einen geringen Ausgleich zu erheben, ist dein Gegenüber schneller bereit, deine Aussage in Zweifel zu ziehen.

Wenn du schon selbst nicht von dir überzeugt bist (was in den Augen deiner Klienten durchaus den Anschein hat), wieso sollten sie dir dann glauben? Wieso sollten sie sich dann damit abfinden, dass die Situation vielleicht wirklich verfahren ist, eine Liebe hoffnungslos oder es allerhöchste Eisenbahn ist, einen anderen Weg einzuschlagen?

 

Meine Beobachtungen in freier Wildbahn

Noch nicht überzeugt?

Ich habe das beobachtet. Wieder und wieder und wieder. Nicht nur in den Readings, die ich gegen Ausgleich angeboten habe.

Ich beobachte das auch ständig in den unterschiedlichsten Foren und Facebookgruppen. Es wird viel orakelt und ausgetauscht und sich gegenseitig Fragen beantwortet. Und die gleichen Menschen stellen zu jeder sich bietenden Gelegenheit immer wieder die gleichen Fragen. Wieder und wieder und wieder. Und sie kriegen in der Regel immer wieder die gleiche Antwort.

Das geht manchmal Monate so.

Und nein, ich bin nicht herzlos. Ich weiß natürlich auch, dass die Hoffnung zuletzt stirbt undsoweiter.

ABER: Ein derart großes Ausmaß an Ignoranz gegenüber den immer gleichen Informationen lässt sich nicht allein damit begründen. Das hat was mit Wertschätzung zu tun. Die Kartenlegerin wird nicht ausreichend wertgeschätzt, so dass die Aussagen immer weiter hinterfragt werden.

Sie werden einfach nicht ernst genommen. Ist ja umsonst. Hat keinen oder kaum einen Wert.

Und NATÜRLICH kann sich dann ja auch nichts verändern. Wenn ja nicht mal ein Erkenntnisprozess stattfindet.

Das gilt übrigens für alle möglichen Bereiche. Und ich nehme mich da selbst auch gar nicht aus – auch ich nehme oft genug kostenlose Minikurse wahr. Oder besser gesagt: Ich trage mich ein. Ist ja umsonst. Verschiebe ich auf später – mit dem Ergebnis, das oft nichts dabei rum kommt.

Bei den Onlinecoachings, für die ich zum Teil recht tief in die Tasche greife, ist das eher nicht der Fall. Da klotz ich ran und knie mich rein und gebe richtig Vollgas.

Ich sag ja: Wertschätzung.

Du siehst also: Du tust deinen Kunden gar keinen Gefallen, wenn du deine Readings verschenkst oder fast verschenkst.

Ein Energieausgleich ist nicht nur fair. Ein Energieausgleich hat eine viel tiefgehendere Wirkung.

So richtig nachhaltig. Und bewegend. Etwas verändernd. Zum Wohle deiner Kunden.

Wie siehst du das mit dem Ausgleich? Hast du da ähnliche Erfahrungen gemacht? Oder stehst du mit deinem Beraterbusiness noch so weit am Anfang, dass das in deinen Ohren noch befremdlich kling (ging mir anfangs auch so). Ich bin gespannt: Lass doch nen Kommi da und sag mir deine Meinung. Ich freue mich auf regen Austausch!

 

 

Du hast jetzt richtig Lust gekriegt, auf eine wilde Weiberschar an gleichgesinnten Powerfrauen? In der All-day-Spirit Mastermind treffen sich spirituelle Macherinnen, übersinnliche Powerfrauen und leidenschaftliche Selfempowergöttinnen, um gemeinsam zu wachsen.

Komm dazu – werde Teil dieser inspirierenden Community!

All-day-Spirit

 

 

 

Sharing is Caring: Teile den Artikel mit den Menschen, die dir wichtig sind

Hast du Fragen, Anregungen oder willst du deine Erfahrungen mit uns teilen? Ich freu mich drauf von dir zu lesen:

Diese Website verwendet Akismet, um Spam zu reduzieren. Erfahre mehr darüber, wie deine Kommentardaten verarbeitet werden.